Hierzulande findet man Tierfutter in jedem Supermarkt oder jeder Drogerie um die Ecke. Doch ist das angebotene Futter auch gut für mein Tier? Wie finde ich überhaupt das passgenaue Futter für die Bedürfnisse meines tierischen Lebenspartners?

Wer sich einen tierischen Lebensabschnittsgefährten zulegt, nimmt damit eine große Verantwortung auf sich. Schließlich ist man als Herrchen oder Frauchen tierzeitlebens für das Wohl des Tieres verantwortlich. Zu den fortan alltäglichen Aufgaben gehören die artgerechte Haltung, Fütterung, Pflege und Beschäftigung.

Die auf den ersten Blick vielleicht einfach zu lösen scheinende Aufgabe – artgerechte Fütterung – stellt sich bei verantwortungsvoller und ökologisch bewusster Auseinandersetzung mit dem Thema Tierfutter mitunter als schwieriger zu lösen heraus als eingangs gedacht. Klar, jeder Supermarkt, jede Drogerie, ja selbst die Apotheke bieten zumindest für die in Deutschland beliebtesten Haustiergruppen Hund, Katze und Vögel eine recht große Auswahl an Futter an. Doch ist Fertigfutter artgerecht? Worauf achtet man, wenn man aus menschlicher Sicht nach dem besten Futter für seinen behaarten oder gefiederten Freund sucht? Ist industriell gemachtes Dosenfutter fürs Tier nicht ähnlich kritisch zu betrachten wie Fastfood für uns Zweibeiner?

Fertignahrung für das Haustier?

Ist Dosenfutter eine gute Wahl, wenn man sein Haustier gesund und nachhaltig ernähren möchte? Nun, zumindest ist Dosenfutter praktisch, man kann es in beliebiger Menge kaufen, denn es lässt sich gut lagern. Doch die für die Haltbarkeit sorgenden Zusatzstoffe (Konservierungsstoffe) sind eine von den Tieren nicht benötigte Zutat. Sie sind eher eine Unnatürlichkeit: Die Vorfahren unserer Haustiere jagten und fraßen schließlich die erlegte/gefundene Beute an Ort und Stelle beziehungsweise innerhalb weniger Zeit danach. Konserviertes Futter erleichtert also eigentlich nur Herrchen und Frauchen das Leben – und macht die Tiere nicht gesünder. Wobei gegen lebenserleichternde Produkte nicht per se etwas einzuwenden ist. Es kommt wie immer auf das Maß aller Dinge an. Erschwerend wirkt sich hierbei die Macht der Werbung aus, die einem Tierhalter perfekt suggeriert, das Fertigfutter A, B oder C sei das beste fürs Tier und dem sei man schließlich das beste schuldig. Letzteres stimmt sicher. Doch chemische Zusätze wie sie in vielen Fertigfuttersorten noch immer üblich sind, sind keineswegs gut für die Tiergesundheit.

Wer bei der eigenen Versorgung auf möglichst viele natürliche Zutaten achtet, sollte das selbstverständlich auch für das anvertraute Haustier tun. Es kann nicht das billigste Nassfutter oder Trockenfutter das beste fürs Tier sein. Das ist Fakt. Was nicht heißen soll, dass ein hochwertiges Fertigfutter nicht ergänzend zu frischer, vielleicht sogar selbst zubereiteter Nahrung (Stichwort: Barfen) gereicht werden kann. Eine gesunde Mischung aus frischer Kost und hier und da mal etwas gutes Fertigfutter entspräche schließlich auch einer ausgewogenen menschlichen Ernährung. Und die hat – wie Mensch weiß – ihren Preis.

Doch wer sagt eigentlich, dass Tierfutter nicht den selben Wert – inhaltlich und geldtechnisch betrachtet – haben sollte, wie menschliche Nahrung? Darf man eigentlich einen Unterschied zwischen Mensch und Tier machen, wenn es um die Qualität des Futters geht? Sollten nicht die selben Maßstäbe an Mensch und Tier angelegt werden?

Wie finde ich das beste Futter für mein Tier – die Suche nach der Nadel im Heuhaufen

Man könnte denken, ein guter Ratgeber in Sachen tierischer Ernährung sei ein Veterinär. Doch die Realität lässt einen vermuten, dass dieser mitunter einen Vertriebsvertrag mit einem Tierfutterhersteller habe und diesem entsprechend eine bestimmte Futtermarke “vermarkte”. Unabhängiger Rat zur Fütterung des Haustieres kann in diesem Fall kaum geleistet werden. Wo also sucht man nach der besten Futermethode/dem besten Futter?

Da wäre zunächst die Community der Tierhalter im Netz: Auf zahlreichen Portalen, wie auch diesem hier, kann man sich Rat holen – je nach Seitenbetreiber ist dieser mitunter jedoch ebenfalls nicht frei von wirtschaftlicher Abhängigkeit. Auch in einschlägigen Foren tauschen sich Tierhalter aus, eine gute Sache, solange die Kommentare echt sind – was man jedoch nie genau weiß.

Eine gute Adresse, um in Sachen Fütterung nach Rat zu fragen, kann der örtliche Tierzuchtverein sein. Oder man sucht nach Tests unabhängiger Testinstitute und Tierschutzorganisationen.

Längst gibt es auch spezielle Tierfutteranbieter, deren Futterqualität höchsten Ansprüchen genügt, zum Beispiel der Online-Shop Wildsterne Hundefutter. Hier können Sie online Hundefutter kaufen, das Sie selbst zusammenstellen – entsprechend den Bedürfnissen Ihres Haustiers: Laut Shopbetreiber unter anderem ohne künstliche Geschmacks- und Konservierungsstoffe.

Gesundes Futter sieht man!

Grundsätzlich geht natürlich auch beim Kauf des perfekten Tierfutters Probieren (im wahrsten Sinne des Wortes) über Studieren: Man lässt also auch das Tier entscheiden, was ihm schmeckt – wohlgemerkt: nicht ohne dabei verantwortungsvoll zu handeln. Es ist längst bekannt, dass in Fertigfutter Stoffe stecken, die die Tiere “süchtig” nach mehr machen – eine Futtergewohnheit, die sich mitunter schwer ändern lässt. Also lesen Sie die Zutatenliste stets genau und kritisch!

Wer sein Tier beobachtet, seine Vitalität einschätzt, das Aussehen von Fell und Federn, Augen und Zähnen regelmäßig begutachtet, kann recht schnell auf die Qualität des Futters schließen. Auch das Tier ist, was es isst. Gutes Futter lässt die Tiere natürlich riechen, Gefieder und Fell sowie Augen glänzen und Zähne gesund strahlen.

Foto: Doreen Brumme

Source